Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Di-Do: 9-12 & 13-16 Uhr | Fr: 9-12 Uhr – 0361 264650

MontagsMoment

MontagsMoment | 23.03.26

Liebe Community,
Es gibt eine kleine Geschichte von Astrid Lindgren (Die Geschichte vom Stein), die sie selbst von einer alten Dame gehört hatte. Die Frau erzählte, dass früher fast alle Kinder geschlagen wurden, denn man glaubte, dass sie nur so artig und gehorsam werden. Auch sie hatte einen kleinen Sohn, Johan. Eigentlich wollte sie ihn nie schlagen, doch eines Tages kam eine Nachbarin und beschwerte sich, dass Johan Erdbeeren gestohlen habe. Und wenn er jetzt keine Prügel bekäme, dann würde er sein Leben lang ein Dieb bleiben. Verunsichert sagte die Mutter zu ihrem kleinen Sohn, er solle hinausgehen und eine Rute abschneiden, mit der er nun geschlagen werden würde. Johan ging weinend hinaus und es dauerte lange, bis er zurückkam. Aber eine Rute hatte er keine in der Hand. Stattdessen hielt er einen Stein hin und sagte, dass er keine Rute gefunden habe, aber die Mutter diesen Stein auf ihn werden kann. In diesem Moment verstand die Mutter, was ihr Kind gedacht haben musste: „Wenn Mama mir wehtun will, kann sie das mit einem Stein noch besser.“ Da begann auch sie zu weinen und schämte sich und nahm ihren Sohn in die Arme. Sie beschloss in diesem Moment, ihn niemals zu schlagen. Den Stein legte sie in ihr Küchenregal. Dort bleib er liegen, als tägliche Erinnerung. 

Momentan geschieht so viel Leid in der Welt. Kriege, Gewalt, Konflikte erreichen uns täglich und irgendwie scheint einem der Frieden völlig aus den Fingern zu gleiten. Manchmal entsteht dabei auch das Gefühl, selbst so ein winziger Teil zu sein und nichts tun zu können. Aber ich glaube, dass Frieden auch im Kleinen stattfinden kann. In unseren Familien, Freundschaften und unserem Alltag. Natürlich lassen sich davon die großen Konflikte der Welt nicht beenden, aber wir können entscheiden, wie wir miteinander umgehen, ob wir zuhören oder schreien, ob wir verletzen oder aufbauen. Und vielleicht sind diese Entscheidungen unsere Friedens-Steine, die wir weitergeben. 

Eure Lea Bernardy
 
Wer noch einmal nachlesen will: Festrede von Astrid Lindgren, 1978

  • Aufrufe: 50

MontagsMoment | 16.03.36

Liebe CVJM-Community,
wart ihr schon mal leise mutig? 

Ich bin ein eher introvertierter Mensch und gehe nicht lautstark voran.
Dabei habe ich mich gefragt, wie auch ich es schaffe, etwas in der Welt zu bewegen oder andere Menschen zu prägen beziehungsweise zu inspirieren. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass man auch leise mutig sein kann. Ich denke, vor allem in den gegenwärtig schwierigen Zeiten, ist es wichtig zusammen zu halten, sich gegenseitig Hoffnung zu schenken und eine Gemeinschaft zu sein. 

Leise mutig zu sein bedeutet, nicht wegzuschauen. Auch wenn es einfacher wäre.
Es bedeutet, stehen zu bleiben, zuzuhören oder einzuschreiten ohne große Worte, aber mit Haltung.
Leiser Mut zeigt sich, wenn wir jemanden verteidigen, der nicht im Raum ist.
Wenn wir ehrlich sind, obwohl es unbequem wird.

Leise mutig ist auch, verletzlich zu sein. Um Hilfe zu bitten. Fehler einzugestehen. Oder zu sagen: „Ich weiß es gerade nicht.“
Jesus selbst war oft leise mutig. Er hat nicht geschrien, sondern Menschen gesehen. Er ist stehen geblieben, wo andere weitergegangen sind. Hat Nähe zugelassen, wo Abstand erwartet wurde.

Vielleicht ist leiser Mut genau das, was unsere Welt gerade braucht:
Menschen, die mit offenen Augen, offenem Herzen und klarer Haltung durch den Alltag gehen, ohne Applaus, aber mit Wirkung.

Ich wünsche euch eine gesegnete Woche voller Mut und Zuversicht.
Liebe Grüße
Judy

Challenge: Wo kannst du diese Woche leise mutig sein?

 

  • Aufrufe: 1990

Montagsmoment | 09.03.26

Liebe CVJM-Community,
 
schön, dass du diese Nachricht liest. 💛
Im Moment mag ich keine Nachrichten mehr lesen. Meine App dazu setzt schon Staub an. Denn die Bilder von Krieg und Zerstörung sind einfach nicht zu fassen. 
 
Wie kann man dem allen begegnen, ohne abzustumpfen?
 
Ich weiß nicht, ob du die Monatssprüche kennst. Neben der Jahreslosung, die ja gelost wird, gibt es auch für jeden Monat einen Bibelvers. Der wird allerdings nicht gelost.
 
„Da weinte Jesus“ (Johannes 11, 35). Dies ist der Monatsspruch für den März. Ein nicht gerade erbauendes Wort – zumindest auf den ersten Blick.
Dennoch möchte dieses Wort uns daran erinnern, an welchen Gott wir glauben. Gott ist Mensch geworden.


In der Geschichte, in der Jesus weint, ist Jesus vom Tod seines Freundes Lazarus betroffen. Diese Tränen berühren und verbinden. Sie zeigen aber auch die Erschütterung über die Situation. Jesus wusste, dass es Lazarus schlecht geht und kam zu spät. 


In diesen Tagen, in denen die Nachrichten aus aller Welt, uns erschüttern, dürfen wir gewiss sein, Gott steht diesem Leid nicht distanziert gegenüber. Jesus nimmt Anteil am Schmerz der Menschen. Seine Tränen sind kein Zeichen der Schwäche, sondern echtes Mitgefühl. 
 
Es ist gerade dran, mit anderen zu trauern. 
 
Tränen sind Zeichen der Verbundenheit und Liebe. Lasst uns gewiss sein, Tränen stehen nicht im Widerspruch zur Hoffnung und Trost. Denn in der Geschichte geschieht ein überwältigendes Wunder. Lazarus wird zum Leben erweckt. Jesus ruft Lazarus: „Komm aus deiner Höhle raus“. 
(Vielleicht hast du die Liedzeile aus dem Lied, Ein Gott, der das Meer teilt, schon einmal gehört.)
 
Diesen hoffnungsvollen Blick wünsche ich mir für die nächsten Tage. Zugleich möchte ich nicht abstumpfen, sondern Menschen, ob fern oder nah mit empathisch, verständnisvoll begegnen.  
 
Gesegneten Wochenstart
Nicole
 
Challenge: Wenn dir diese Woche scheinbar hoffnungslose Nachrichten begegnen, dann bete gern dafür, dass hier ein Wunder geschieht.

 

  • Aufrufe: 2496

MontagsMoment | 02.03.26

Liebe CVJM-Community,
ich habe mir letztens „Zoomania 2“ im Kino angesehen. Ein toller Animationsfilm, welcher nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen eine wichtige Message mitgibt.

Der Film hat mich daran erinnert, wie schnell wir Menschen, oft auch unbewusst, in Schubladen stecken. Ein erster Eindruck, ein Gerücht, ein altes Bild im Kopf, und schon meinen wir zu wissen, wie jemand „ist“. Doch wenn wir genauer hinschauen, merken wir, dass hinter jedem Menschen eine Geschichte steckt, die wir nicht kennen.

Auch in unserem Alltag, sei es in der Schule, auf Arbeit oder in der Gemeinde, begegnen wir solchen Vorurteilen. Vielleicht gegenüber Menschen, die anders glauben, anders aussehen oder anders leben als wir.
Jesus selbst ist Menschen immer wieder ohne Schubladendenken, mit offenem Blick und echtem Interesse begegnet. Er hat hingeschaut, wo andere weggesehen haben, und zugehört, wo andere schon geurteilt hatten.

„Der Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“
(1. Samuel 16,7)

Vielleicht ist das ein guter Montagsmoment für uns, uns diese Woche einmal bewusst zu hinterfragen, statt vorschnell zu urteilen. Zuhören, statt einzuordnen. Und dem Menschen gegenüber die Chance zu geben, mehr zu sein als ein Klischee.
Ich wünsche euch eine Woche mit offenen Augen, offenen Herzen und der Bereitschaft, euch überraschen zu lassen.

Liebe Grüße
Judy

Challenge: Begegne diese Woche mindestens einem Menschen mit extra Offenheit, vielleicht jemandem, den du sonst eher übersiehst.


 
 

  • Aufrufe: 3275

MontagsMoment | 23.02.26

Liebe CVJM-Community,
 
Gottes Schöpfung möchte ich gerne ehren und bewahren. Im Frühling und Sommer sowie Herbst kann ich dies sehr gut. 
 
Ich erfreue mich an den Vögeln, die den Frühling vom Baum singen, an den aufblühenden Pflanzen und Bäumen. Wenn das Gras immer grüner wird, die Kirschbäume eine weiße Blüte anziehen und alles wieder zum Leben erweckt. 
 
Auch der Sommer ist für mich eine wirklich so schöne Jahreszeit. Ich liebe es, in meinem Garten Erdbeeren und Kirschen zu essen, Tomaten und Brombeeren zu pflücken, auf der Wiese sitzen zu können, das Gras zwischen meinen Fußzehen kribbeln zu spüren. 
 
Am Herbst fasziniert mich das Farbspiel der Bäume, die Herbststürme, Kürbissuppe kochen und dankbar für die Ernte des Jahres zu sein und doch wieder die morgens kalten Tag die warme Sonne zu spüren.
 
Aber Winter? Dem kann ich nichts abgewinnen. Weihnachten sollte bitte Schnee liegen und im neuen Jahr darf sich gerne der Frühling wieder auf den Weg machen. Besonders anstrengend finde ich das nass kalte Wetter nahe Null Grad oder einfach nur Nebel und klirrende Kälte. Wäsche wird nicht trocken und Tage ohne Sonne schlagen mir schwer aufs Gemüt.
 
Wenn ich mir dagegen meine Kinder anschaue, dann ist der Winter ihre liebste Jahreszeit. Draußen einen Schneemann bauen oder Iglu, eine Schneeballschlacht machen, Schlitten fahren, Schneebälle gegen die Fensterschreibe werfen. Das alles lieben sie. Wie herrlich, wenn sie von dann von draußen mit knallroten Wangen reinkommen, ins molig Warme und wir gemeinsam einen warmen Tee trinken. Sie sind so entspannt und glücklich.
 
Gerne möchte ich den Winter mit den Augen meiner Kinder sehen und erleben und dadurch auch Gottes Schöpfung des Winters ehren und bewahren.
 
Einen gesegneten Wochenstart
Kata
 
Challenge: Versuche bewusst Gottes wunderbare Schöpfung wahrzunehmen. Wofür bist du dankbar und wo fällt es dir schwer, Gottes Schöpfung als wunderbar wahrzunehmen?
 
 
 

 

  • Aufrufe: 4389